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Pro Shopsystem · § 312k BGB

Jedes Shopsystem.
Eigene Lücken.

Die Pflicht aus § 312k BGB gilt überall gleich — die Umsetzung nicht. Wir zeigen dir pro System, wo es typischerweise hakt und was wir konkret für dich prüfen können.

Shopify

System 01 · Shopify

Native Checkout, fremdes Recht.

Shopify rendert Produktseiten, Warenkorb und Checkout aus drei verschiedenen Layern — dein Theme ist nur einer davon. Pflichttexte landen schnell in Apps, die nicht für den deutschen Markt gebaut wurden.

Schritt-für-Schritt-Anleitung für Shopify

Stolperfallen

  • Widerrufs-Apps aus dem App-Store sind oft nur englischsprachig oder verwenden Übersetzungen, die § 312k nicht abdecken.
  • Der „Thank You"-Screen im Shopify-Checkout enthält selten alle Pflichtangaben — Order-Confirmation-Mail ist nicht automatisch konform.
  • Verwendung der Standard-Domain (.myshopify.com) statt eigener Domain führt zu uneinheitlichen Pflichtangaben.

Was wir prüfen

  • Sichtbarkeit und Wortlaut der Schaltfläche im Footer.
  • Erreichbarkeit der Cookie-Richtlinie, Datenschutzerklärung, AGB und des Impressums.
  • Bestätigungsseite nach Klick — vollständige Pflichtangaben in Textform.
Shopware 6

System 02 · Shopware 6

Plugin-Wildwuchs im Footer.

Shopware 6 ist flexibel — und genau das ist das Problem: meist sind drei verschiedene Plugins gleichzeitig aktiv (Widerruf, Cookies, Versandkostenrechner), die sich gegenseitig in die Quere kommen.

Stolperfallen

  • Widerrufs-Plugins überschreiben die Standard-Bestätigungsseite, hinterlassen aber Lücken bei E-Mail-Templates.
  • Mehrere Storefronts mit unterschiedlichen Sprachen / Domains — pro Storefront eigene Pflichtangaben nötig.
  • Custom-Code-Anpassungen im Footer-Template entfernen die Schaltfläche bei Theme-Updates.

Was wir prüfen

  • Position und Wortlaut der Schaltfläche im Footer aller Storefronts.
  • Erreichbarkeit aller Pflicht-Seiten (Impressum, Datenschutz, AGB, Widerruf).
  • Strukturierter Aufbau der Bestätigungsseite.
WooCommerce

System 03 · WooCommerce

Theme-abhängige Buttons.

Bei WooCommerce hängt fast alles am Theme. Beliebte Themes wie Astra, Divi, OceanWP rendern den Footer auf Mobilgeräten unterschiedlich — und mit dem Footer auch die Pflicht-Schaltfläche.

Stolperfallen

  • Pflicht-Buttons im Footer-Widget sind auf Mobile oft eingeklappt oder gar nicht sichtbar.
  • Page-Builder (Elementor, Divi, Bricks) überschreiben Standard-WooCommerce-Templates für E-Mails — Eingangsbestätigung enthält dann nicht alle Pflichtangaben.
  • Mehrsprachige Setups (WPML, Polylang) duplizieren Pflicht-Seiten — wenn eine Übersetzung fehlt, ist die Pflicht in dieser Sprache verletzt.

Was wir prüfen

  • Sichtbarkeit der Schaltfläche auf Desktop und Mobile.
  • Erreichbarkeit aller Pflicht-Seiten in allen aktiven Sprachen.
  • Aufbau der Bestätigungsseite — Pflichtangaben in Textform speicherbar?
JTL-Shop

System 04 · JTL-Shop

Standard-Texte zu eng.

JTL ist in DACH zuhause und liefert deutsche Standard-Texte mit. Sie reichen aber nicht für § 312k — vor allem die Bestätigungs-E-Mail wird oft nicht aktualisiert, weil sie über die Wawi gepflegt wird, nicht im Shop.

Stolperfallen

  • Standard-Vorlagen aus älteren JTL-Shop-Versionen enthalten den neuen Pflicht-Wortlaut noch nicht.
  • E-Mail-Vorlagen liegen in der Wawi — Updates am Shop greifen nicht automatisch auf die Mails durch.
  • Verknüpfung Shop ↔ Wawi bei Bestelleingang kann zu Verzögerungen führen — die Eingangsbestätigung kommt nicht „unverzüglich".

Was wir prüfen

  • Existenz und Wortlaut der Schaltfläche im Footer.
  • Aufbau der Widerrufsseite und Erreichbarkeit über Footer + Kundenkonto.
  • Pflicht-Seiten (Impressum, AGB, Datenschutz, Widerruf) vorhanden und konform.
Magento / Adobe Commerce

System 05 · Magento / Adobe Commerce

Multi-Store, Multi-Pflicht.

Magento glänzt im Enterprise-Bereich mit Multi-Store-Setups. Genau das macht § 312k komplex: jede Storeview ist eine eigene Rechtsperson im Sinne der Pflichtangaben.

Stolperfallen

  • Pro Storeview (DE, AT, CH) eigene Pflichtangaben — DE-Recht greift nur für DE-Storeviews.
  • CMS-Blocks werden für mehrere Stores wiederverwendet — Pflichtwortlaut weicht dann ab, wenn ein Store ein Update bekommt und der andere nicht.
  • Eigene Themes (Hyvä, Luma-Customizing) ändern die Footer-Struktur — Schaltfläche fällt bei Releases raus.

Was wir prüfen

  • Schaltfläche und Pflicht-Seiten pro DE-Storeview.
  • Verfügbarkeit der Widerrufsseite über mehrere Spracheinstellungen.
  • Aufbau der öffentlich zugänglichen Bestätigungsseite.
PlentyONE

System 06 · PlentyONE

Ceres / Callisto verhalten sich anders.

PlentyONE bietet mehrere Frontend-Engines (Ceres, Callisto, eigene Templates) — und jede platziert Pflichtelemente an anderer Stelle. Was im Plenty-Backend richtig konfiguriert ist, kann im Frontend trotzdem fehlen.

Stolperfallen

  • Pflicht-Buttons sind in Plenty-Backend gepflegt, werden aber von der Frontend-Engine nicht durchgereicht.
  • Bestätigungs-E-Mails werden über das CRM versendet — getrennt vom Shop-Setup, eigene Pflege nötig.
  • Migrations-Setups (von älterem Plenty oder Drittsystemen) hinterlassen tote Footer-Links.

Was wir prüfen

  • Position der Schaltfläche in der aktiven Frontend-Engine.
  • Erreichbarkeit der Pflicht-Seiten im eingeloggten und nicht-eingeloggten Zustand.
  • Bestätigungsseite nach Klick — Inhalt und Strukturierung.

Pro System unterschiedlich · pro Wortlaut identisch

Der Button heißt überall
„Verträge hier widerrufen".

Egal welches System du nutzt — der Wortlaut ist gesetzlich vorgegeben. Auch die drei Pflichten — Schaltfläche, Bestätigungsseite, E-Mail — sind systemunabhängig.

Drei Pflichten aus § 312k BGB im Überblick

Kein passendes System dabei?

Custom-Shop?
Eigenentwicklung?

Wenn dein Shop nicht auf einem der gängigen Systeme läuft, gibt es kein Plugin, das die Pflicht für dich übernimmt. Du brauchst dann eigene, juristisch geprüfte Texte und eine saubere Implementierung in deiner Codebasis.

Wir empfehlen für diesen Fall den Händlerbund — Mitglieder bekommen system­unabhängige Rechtstexte, die sich in jede Architektur integrieren lassen, plus laufende Aktualisierungen bei Gesetzes­änderungen.

Händlerbund-Rechtstexte ansehen
  • Eigenentwicklung

    Headless-Setup mit Next.js, Nuxt, Astro, Remix oder ähnlich. Kein Plugin-Ökosystem — alles muss im eigenen Code abgebildet werden.

  • Stark gemoddeter Standard-Shop

    Shopware/WooCommerce/Magento mit so vielen Custom-Anpassungen, dass Plugin-Lösungen nicht mehr greifen.

  • Mehrere Systeme parallel

    Mehrere Shops auf unterschiedlichen Plattformen — eine systemunabhängige Rechtstext-Lösung ist hier deutlich pflegeleichter.

Häufige Fragen

Pro System trotzdem das Gleiche?

Gilt § 312k BGB für alle Shopsysteme gleich?
Ja. Die gesetzliche Pflicht knüpft am Verbrauchervertrag an, nicht am System. Die Umsetzung ist aber pro System völlig unterschiedlich — Position des Buttons, Pflichttexte, Bestätigungs-E-Mail, Eingangsbestätigung: jede Plattform hat eigene Standorte, eigene Standardtexte und eigene Stolperfallen.
Reicht ein Plugin oder ein Standard-Template aus?
Selten. Selbst aktuelle Plugins enthalten oft nur die Schaltfläche, nicht aber die vollständige Bestätigungsseite oder die E-Mail-Bestätigung mit Zeitstempel. Außerdem ändern Themes, Custom-Code und Übersetzungen das Verhalten — was im Demo-Shop funktioniert, kann in deinem Setup schon nicht mehr greifen.
Was, wenn ich einen Custom-Shop oder eine Eigenentwicklung habe?
Dann gibt es keine Plugin-Lösung. Du musst die Pflichten in deiner eigenen Codebasis abbilden — Schaltfläche, Bestätigungsseite, Eingangs-E-Mail. Für die rechtssicheren Texte und ein juristisch geprüftes Setup ist der Händlerbund eine gute Anlaufstelle, weil die Texte system-unabhängig sind und auch in eine Custom-Codebasis integriert werden können.
Welche Pflichten sind besonders oft unvollständig?
Drei Klassiker: (1) die E-Mail-Bestätigung mit Zeitstempel fehlt komplett oder kommt zu spät, (2) die Bestätigungsseite enthält nicht alle Pflichtangaben (z. B. fehlen Rücksendekosten oder Wertersatz), (3) der Button-Wortlaut weicht ab. Die exakte Liste hängt am System — den Detail-Check findest du im kostenlosen Report.
Welche Shopsysteme prüft ihr automatisch?
Wir prüfen jeden öffentlich erreichbaren Online-Shop unabhängig vom System — also auch Shopify, Shopware 6, WooCommerce, JTL-Shop, Magento / Adobe Commerce, PlentyONE sowie Eigenentwicklungen. Was automatisch geprüft werden kann, machen wir automatisch; den Rest bekommst du als Selbst-Check-Anleitung an die Hand.

Noch Tage bis zur Pflicht

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Drei kurze Fragen, klares Ergebnis — kostenlos und ohne Anmeldung. Passt es, prüfen wir anschließend deinen Shop.

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