Shopify · § 312k BGB · noch 20 Tage
Widerrufsbutton
in Shopify.
Rechtssicher.
Shopify hat drei Layer — Theme, Checkout, Order-Confirmation — und alle drei brauchen ab dem 19. Juni 2026 eine § 312k-konforme Anpassung. Wir prüfen kostenlos, wo es bei deinem Shopify-Shop hakt.
Drei Shopify-Eigenheiten
Was Shopify
anders macht.
§ 312k BGB gilt für jeden Online-Shop gleich — aber die Umsetzung hängt am System. Bei Shopify sind das diese drei Punkte:
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01
Drei Layer, drei Pflege-Stellen
Storefront-Theme, Shopify-Checkout und Order-Confirmation-Mail sind drei getrennte Templates. Wer nur das Theme anpasst, vergisst typischerweise den Checkout oder die Mail.
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02
App-Marketplace ist global, dein Recht lokal
Die meisten „Widerrufs-Apps" im Shopify-App-Store sind englischsprachig und folgen US/UK-Logik. § 312k verlangt deutschen Pflicht-Wortlaut und deutsche Pflichtangaben — ohne manuelle Anpassung selten passend.
-
03
Order-Confirmation kommt automatisch — reicht aber nicht
Shopify versendet automatisch eine „Bestellbestätigung" — das ist nicht dasselbe wie die Eingangs-E-Mail nach Klick auf den Widerrufsbutton. Für die brauchst du ein eigenes E-Mail-Template oder einen Flow.
So setzt du es um
Drei Schritte
für Shopify.
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01
Footer-Link einbauen
Im Theme-Code (Liquid): Link mit dem genauen Wortlaut „Verträge hier widerrufen" in jeden Footer einfügen. Verlinkung auf eine eigene Seite (/widerruf oder /vertraege-widerrufen), nicht auf den Order-Status.
Datei: sections/footer.liquid oder snippets/footer-menu.liquid. Wichtig: auch auf Cart- und Checkout-Seiten sichtbar — bei Shopify Plus über die Checkout-Extension.
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02
Bestätigungsseite anlegen
Eigene Page (Online Store → Pages) mit Widerrufsformular, allen Pflichtangaben (Frist, Anschrift, Rücksendekosten, Wertersatz) und Speichern-als-PDF-Hinweis.
Die Page muss in Textform speicherbar sein. Eingabefelder per Liquid + minimalem JS, Submit-Handler entweder per Shopify Form oder eigenem Endpoint.
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03
Eingangs-E-Mail einrichten
Nach Absenden des Widerrufsformulars muss unverzüglich eine Eingangsbestätigung mit Zeitstempel an die Verbraucher-Adresse gehen — separat von der Bestellbestätigung.
Bei Shopify Plus über Flow → Email Action. Bei Standard-Plan: eigenes Form-Tool (z. B. Klaviyo, oder Custom-Backend) und Mail-Versand mit impressums-konformem Absender.
Typische Shopify-Fehler
Diese fünf Fehler
sehen wir am häufigsten.
Selbst Shopify-Shops mit aktuellem Theme und installierter Widerrufs-App haben diese Lücken oft offen. Wir prüfen sie automatisch und nennen den genauen Fundort im Report.
- 01
Pflicht-Button nur im Storefront, nicht auf der Shopify-Checkout-Seite (außerhalb des Themes).
- 02
Englischer App-Text „Cancel order" statt deutschem Pflicht-Wortlaut.
- 03
Order-Confirmation-E-Mail wird als Eingangsbestätigung verwendet — die ist aber für die Bestellung, nicht für den Widerruf.
- 04
Bestätigungsseite öffnet nur im Order-Status-Kontext — externe Erreichbarkeit fehlt.
- 05
Mobile View: Footer-Link sitzt im aufklappbaren Menü und ist auf Mobile-Geräten praktisch unsichtbar.
Egal welche App · egal welches Theme
Der Button heißt
„Verträge hier widerrufen".
Englische Standard-Texte aus Shopify-Apps („Cancel order", „Withdraw contract") erfüllen die Pflicht nicht. Auch eigene Übersetzungen wie „Vertrag widerrufen" sind gerichtsfest selten ausreichend — der gesetzliche Wortlaut steht in § 312k Abs. 2 Satz 4 BGB.
Häufige Fragen
Shopify-Fragen, kurz beantwortet.
- Wie baue ich den Widerrufsbutton in Shopify ein?
- Drei Schritte: (1) Footer-Link mit dem genauen Wortlaut „Verträge hier widerrufen" in jedem Theme-Template (sections/footer.liquid). (2) Eigene Page mit Widerrufsformular und allen Pflichtangaben, in Textform speicherbar. (3) E-Mail-Versand der Eingangsbestätigung mit Zeitstempel, separat von der Order-Confirmation. Bei Shopify Plus über Flow + Checkout-Extension, bei Standard-Plan über externes Form-Tool.
- Reicht eine Shopify-Widerruf-App aus dem App-Store?
- Selten ohne Anpassung. Die meisten Apps im App-Store sind englischsprachig und folgen US/UK-Logik. Du musst mindestens den deutschen Pflicht-Wortlaut, die deutschen Pflichtangaben (Frist, Anschrift, Rücksendekosten, Wertersatz) und die unverzügliche deutsche Bestätigungs-E-Mail prüfen.
- Reicht die Shopify-Bestellbestätigung als Eingangs-E-Mail?
- Nein. Die Order-Confirmation-Mail bestätigt den Vertragsschluss, nicht den Widerruf. § 312k Abs. 4 BGB verlangt eine eigene Eingangs-E-Mail nach Klick auf den Widerrufsbutton — mit Zeitstempel, klarer Bezugnahme auf den Widerruf und impressums-konformem Absender.
- Was ist mit dem Shopify-Checkout — ist der Button da auch Pflicht?
- Ja. Der Widerrufsbutton muss in jeder Phase des Kaufs sichtbar erreichbar sein. Da der Shopify-Checkout außerhalb deines Themes läuft, brauchst du bei Shopify Plus die Checkout-Extension oder eine entsprechende App. Bei Standard-Plan ist das Checkout-Footer-Customizing begrenzt — hier wird die Pflicht meist über ein zusätzlich verlinktes Element gelöst.
- Wie testet ihr Shopify-Shops?
- Wir prüfen automatisiert die öffentliche Storefront: Sichtbarkeit und Wortlaut des Footer-Buttons (Desktop und Mobile), Erreichbarkeit der Bestätigungsseite, Aufbau der Pflichtangaben, Mobile-Verhalten, Theme-übergreifende Konsistenz. Für Punkte, die einen echten Test-Kauf voraussetzen — z. B. die Eingangs-E-Mail-Logik — bekommst du eine Selbst-Check-Anleitung.
- Wie lange dauert die Shopify-Umsetzung?
- Mit klarem Setup typischerweise 4–8 Stunden Entwicklungs-Aufwand plus Test. Wer ein etabliertes Plus-Setup mit Flow hat, ist deutlich schneller; wer kein Liquid-Know-how im Team hat, sollte einen Shopify-Partner ansprechen. Wir empfehlen mindestens 8 Wochen vor dem Stichtag damit anzufangen.
Noch — Tage bis zur Pflicht
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