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Großer orangefarbener Pflicht-Button „Verträge hier widerrufen" mit handschriftlichen Annotationen — Widerrufsbutton-Pflicht ab 2026.

§ 312k BGB · ab 19. Juni 2026

Widerrufsbutton-Pflicht.
Kompakt erklärt.

Wer ab dem 19. Juni 2026 betroffen ist, was der Widerrufsbutton leisten muss und was passiert, wenn dein Shop ihn nicht oder falsch einbindet — alles auf einer Seite. Noch 20 Tage bis zum Stichtag.

Die Pflicht in vier Eckpunkten

Was die Pflicht
überhaupt umfasst.

Wer

Alle, die online an Verbraucher verkaufen

Unternehmer, die Verbrauchern Verträge im elektronischen Geschäftsverkehr ermöglichen — unabhängig von Umsatz oder Mitarbeiterzahl.
Was

Schaltfläche · Bestätigungsseite · E-Mail

Drei zusammenhängende Pflichten: sichtbarer Button im Footer, Pflichtangaben-Seite nach Klick, unverzügliche Eingangs-E-Mail.
Wann

Ab 19. Juni 2026

Stichtag ist gesetzlich fixiert. Verstöße sind ab Tag 1 abmahnfähig — keine Schonfrist, kein Übergang.
Folge

Abmahnung & Bußgeld

Typisch 700–1.500 € Abmahnung plus Unterlassungserklärung. Bußgelder bis 50.000 €. Beweispflicht beim Händler.

§ 312k Abs. 1 BGB

Wann die Pflicht
für dich gilt.

Die Widerrufsbutton-Pflicht knüpft an drei Voraussetzungen: Verbraucher + online geschlossener Vertrag + grundsätzlich widerrufbar. Wenn alle drei zutreffen, gilt die Pflicht — unabhängig von der Größe deines Shops.

Nicht betroffen sind

  • Reiner B2B-Shop

    Ausschließlich Verkauf an Geschäftskunden — keine Verbraucher in der Bestellstrecke.

  • Kein Online-Vertragsabschluss

    Reine Info-Seite oder Kontaktformular ohne Sofort-Kauf.

  • Vollständig vom Widerruf ausgenommen

    Z. B. ausschließlich Maßanfertigung nach § 312g Abs. 2 Nr. 1 BGB.

  • Sonderbereiche

    Finanzdienstleistungen, Versicherungen, Pauschalreisen, Personenbeförderung.

Entscheidungsdiagramm zum Anwendungsbereich der Widerrufsbutton-Pflicht: B2C online und widerrufbar = Pflicht.

§ 312k Abs. 2–4 BGB

Drei Bausteine.
Alle drei Pflicht.

  1. 1

    Sichtbare Schaltfläche

    Der Pflicht-Wortlaut „Verträge hier widerrufen" — überall erreichbar.

    • Im Footer auf jeder Shop-Seite (Startseite, Produkt-, Warenkorb-, Checkout-Seite).
    • Im eingeloggten Kundenkonto, mit ausreichend Abstand zum „Bestellen"-Button.
    • Tastatur-bedienbar, mit ausreichendem Kontrast (BFSG/WCAG 2.1).

    § 312k Abs. 2 BGB

  2. 2

    Bestätigungsseite mit Pflichtangaben

    Nach dem Klick alle Informationen — speicherbar in Textform.

    • Widerrufsfrist, Anschrift des Unternehmers, Rücksendekosten, Wertersatz.
    • Verbraucher muss eigene Eingaben prüfen und Ergebnis als PDF speichern können.
    • Klare Bezugnahme zum betroffenen Vertrag — Vertragsnummer oder Bestellung.

    § 312k Abs. 3 BGB

  3. 3

    Eingangsbestätigung per E-Mail

    Unverzüglich nach Absenden — mit Datum und Uhrzeit.

    • Versand binnen Minuten an die vom Verbraucher angegebene E-Mail-Adresse.
    • Eindeutige Eingangsbestätigung mit Zeitstempel — kein „Bestätigung folgt".
    • Absenderdaten stimmen mit dem Impressum überein.

    § 312k Abs. 4 BGB · § 5 DDG

Bei Verstoß gegen die Pflicht

Wer es nicht hat,
trägt das Risiko allein.

Verstöße gegen § 312k BGB sind Wettbewerbsverstöße und werden über das UWG verfolgt. Klagebefugt sind Mitbewerber, Verbraucherverbände und Wettbewerbsvereine. Zusätzlich kann die zuständige Behörde Bußgelder verhängen.

1.247 €
Übliche Abmahnung

+ strafbewehrte Unterlassungserklärung

50.000 €
Bußgeld bis

pro Verstoß durch Behörde

100 %
Beweispflicht Händler

Logs & Protokolle entscheiden

Anwaltliche Abmahnung wegen Verstoßes gegen die Widerrufsbutton-Pflicht aus § 312k BGB.

Häufige Fragen

Pflicht-Fragen, kurz beantwortet.

Was besagt die Widerrufsbutton-Pflicht?
Die Widerrufsbutton-Pflicht aus § 312k BGB verlangt von Online-Shops, die an Verbraucher verkaufen, einen sichtbaren Button mit dem Wortlaut „Verträge hier widerrufen", eine Bestätigungsseite mit allen Pflichtangaben und eine unverzügliche Eingangs-E-Mail. Die Pflicht gilt ab dem 19. Juni 2026.
Wer ist von der Widerrufsbutton-Pflicht 2026 betroffen?
Jeder Unternehmer, der Verbrauchern in Deutschland Verträge im elektronischen Geschäftsverkehr ermöglicht — vom Ein-Personen-Shop bis zum Konzern. Umsatz, Mitarbeiterzahl oder Bestellvolumen spielen keine Rolle. Wer auch nur teilweise an Privatpersonen verkauft, ist betroffen.
Welche Pflichten umfasst der Widerrufsbutton genau?
Drei Elemente, die zusammen funktionieren müssen: (1) eine ständig sichtbare Schaltfläche im Footer mit dem genauen Wortlaut, (2) eine Bestätigungsseite mit allen Pflichtangaben in Textform, (3) eine Eingangs-E-Mail unverzüglich nach Absenden mit Zeitstempel und impressums-konformem Absender.
Was kostet ein Verstoß gegen die Widerrufsbutton-Pflicht?
Übliche Abmahnungen liegen bei 700–1.500 € pro Schreiben, plus strafbewehrte Unterlassungserklärung. Bußgelder können bis 50.000 € pro Verstoß betragen. Außerdem trägt der Händler die Beweispflicht, dass alle drei Pflichten korrekt umgesetzt waren.
Reicht ein normaler „Widerrufen"-Link aus?
Nein. Der Wortlaut „Verträge hier widerrufen" ist gesetzlich vorgegeben. Variationen wie „Widerruf", „Vertrag stornieren" oder „Bestellung widerrufen" sind nicht ausreichend, weil sie nicht den gesetzlichen Vorgaben entsprechen. Auch reine Links ohne Button-Charakter erfüllen die Pflicht in der Regel nicht.
Was muss vor dem Stichtag passieren?
Spätestens 8–12 Wochen vorher: Compliance-Check, Lücken identifizieren, Plugin oder Custom-Code einbauen, Bestätigungs-E-Mail-Template anpassen, in Live-Umgebung testen. Je näher der Stichtag rückt, desto teurer und stressiger die Umsetzung — und desto knapper die Verfügbarkeit von Dienstleistern.

Noch Tage bis zur Pflicht

Finde in 30 Sekunden heraus, ob es dich betrifft.

Drei kurze Fragen, klares Ergebnis — kostenlos und ohne Anmeldung. Passt es, prüfen wir anschließend deinen Shop.

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